Wie alles begann!

1990
Als kleines Mädchen hab ich, wie viele andere auch den Wunsch geäußert, reiten zu lernen. Somit schickten mich meine Eltern übers Wochenende auf einen Shetlandpony hof. Drei Tage lang durfte ich reiten, und die Ponys putzen und versorgen. Mit dem Pony Susi hatte ich somit meine ersten reiterlichen Erlebnisse.
Ich war wie alle anderen natürlich total begeistert. Meine Eltern wollten mich dann im hiesigen Reitverein für Reitstunden anmelden. Dort besaßen sie aber leider nur Großpferde und nahmen somit erst Reiter ab 10 Jahren auf. Also begann ich 2-mal die Woche zu Voltigieren.

1992
Ich wurde endlich 10 und durfte meine ersten Reitstunden im Reitverein nehmen. Hier ritt ich nur 4 Jahre lang jeden Mittwochabend im Schulbetrieb. Die Reitlehrer wechselten relativ oft, aber einer hat mir auf jeden Fall am meisten beigebracht. Es war ein ehemaliger Militärreitlehrer der doch oft einen sehr rüden Umgangston pflegte. Aber wir haben alle sehr viel gelernt und sind nicht wie viele andere immer mit Ausbinder im Kreis getrabt. Ich hatte wie alle anderen auch ein Lieblingspferd das ich auch fast jede Reitstunde reiten durfte.
Manchmal ging ich noch zu einem Bekannten der einen Traber und einen Friesen besaß zum reiten. Dort durfte ich auch mit ins Gelände gehen.

1996
Jetzt kam die Zeit, in der ich keine Lust mehr hatte immer nur im Kreis zu traben. Da aber der Reitverein leider mitten in der Stadt liegt waren Ausritte nicht möglich. Meine Eltern halfen mir bei der Suche nach einer Reitbeteiligung. Und ich fand ihn!
Ich ritt Flori erst 2-mal die Woche, dann immer öfter. Schließlich dann 5-mal in der Woche und musste dafür nicht mal etwas zahlen. Ich musste nur selber missten und ab und an bei anderen Dingen im Stall helfen.
Mit Flori ritt ich die erste Zeit nur ins Gelände. Ich hatte die Schnauze voll vom Kreise reiten in der Halle oder am Platz.

1998
Jetzt packte mich doch wieder der Ehrgeiz, ich wollte Turniere reiten. Da ich noch etwas in der Findungsphase war dachte ich Springen wäre genau das richtige für mich. Ich übte eifrig daheim auf unserer Koppel, (Platz oder Halle waren nicht vorhanden) und meldete dann ein E-Springen in unseren Reitverein. Dafür musste ich mir keinen Hänger ausleihen, sondern konnte hinreiten. Auf dem Abreiteplatz lief es auch noch ganz gut, aber dann musste ich in die Halle wo der Parcours aufgebaut war. Bereits beim abgehen des Parcours bekam ich eine Heidenangst. Aber ich habe den ganzen Aufwand ja nicht gemacht um jetzt zu kneifen. Also ritt ich in den Parcours und dann wieder raus. Pony hat sich geweigert überhaupt auf den ersten Sprung (der echt noch niedlich war) hinzugehen. Somit beendete ich meine Springkarriere wieder.

2000
Ich war mit der Realschule fertig und bekam die Erlaubnis meiner Eltern mir ein eigenes Pferd zu kaufen. Mein erster Weg führte sofort zur Besitzerin von Flori und so wollte ihn mir verkaufen. Allerdings musten meine Eltern mussten einen Schutzvertrag unterschreiben (ich war noch keine 18)

2003
Ich ging mit meinem Pony in einen neuen Stall. Der alte gehörte Floris früherer Besitzerin und so gab es öfter mal Meinungsverschiedenheiten. Eine Woche später hatte ich ein Schreiben vom Anwalt in meinen Briefkasten. Ich habe den Vertrag der bei Floris Kauf unterschrieben wurde durch meinen Stallwechsel gebrochen und sollte Flori nun wieder an seine frühere Besitzerin übergeben. Das Gericht entschied aber, dass dieser Vertrag nicht gültig ist und ich durfte mein Pony behalten.

2002-2006
Flori hatte leider immer wieder Hufrehe ohne genaueren Grund. (Keine Futterrehe) Ich konnte ihn fast nicht mehr reiten und steckte einiges an Geld in seine Behandlung.
Mehrere Tierärzte versuchten ihr Glück aber keiner konnte uns helfen. Ich las immer wieder im Internet und in verschiedenen Büchern woran das liegen kann. Während dessen entdeckte ich einen Bericht über das Equines Cushing Syndrom. Die Symptome passten perfekt und ich sprach meinen Tierarzt darauf an. Wir machten einen Bluttest und das Ergebnis war positiv. Flori hatte ECS und wurde nun mit Pergolid behandelt. Dies brachte aber leider nicht die gewünschte Wirkung. Während eines weiteren Reheschubs entschied mein Tierarzt dass es so nicht weitergehen kann.

2006
Jetzt war ich ohne Pferd. Nach 2 Wochen hielt ich es nicht mehr aus ich fuhr wieder in den Stall. Ich bin während Floris Krankheit schon immer die jungen unseres Stallbesitzers geritten und durfte dies auch weiterhin tun. Aber es war halt nicht dasselbe ich wollte wieder ein eigenes haben. Dies wusste auch der Stallbesitzer und kurze Zeit später stand sie bei uns im Stall eigentlich zum Weiterverkauf.

Und somit hatte ich meine Carossa!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle kostenlos eine Website oder ein Blog auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: