Mein Inhalator Vergleich

Nachdem Carossa leider schon massive Probleme mit dem Husten hatte und ja überall empfohlen wird zu inhalieren startete ich auch einen Versuch.
Nur für den Versuch gleich ein 800,- € Gerät zu kaufen, dazu war ich nicht bereit. Wichtig ist laut meinen Recherchen erst mal die Teilchengröße damit das Kochsalz oder Medikament auch wirklich in der Lunge ankommt und dann natürlich noch die Geschwindigkeit in der die Flüssigkeit vernebelt wird.
Auch die Rücksprache mit meiner Tierärztin ergab das es auf jeden Fall ein Ultraschall oder Kompressor Inhalator sein soll.
Also habe ich das Internet gewürgt und fand auch im Reitforum recht schnell eine kostengünstige Lösung.

Medisana USC Ultraschall-Inhalator (http://amzn.to/2nrRlrS):

– Füllmenge für das Kochsalz 8 ml
– Mittlere Teilchengröße 4,2µm
– Vernebelungsleistung ca. 0,4 ml/Minute
– Batteriebetrieben
– Mikro-Membran-Vernebelung (Mesh-Technologie)
– Kosten zum Kaufzeitpunkt 59,99€

Diesen baute ich an einen Lebensmittelechten Eimer (bei mir Händelmeier Senf) der als Maske dient und startete mit den ersten Inhalierversuchen. Ich war total begeistert sofort nach dem Inhalieren und der Bewegung fing Carossa an zu rotzen was trotz Medikament bis dahin nicht der Fall war. Carossa brauchte eine Weile um das Inhalieren brav mit zu machen daher war ich sehr froh über das Akkubetriebene Gerät. Allerdings ist das Gerät leider nicht für den Täglichen Einsatz am Pferd konzipiert. Nach kurzer Zeit ging der Kontakt nicht mehr richtig und das Gerät ließ sich nicht mehr einschalten. Ich reklamierte das Gerät beim Händler und bekam auch sofort ein neues das aber auch nicht länger funktionierte. Somit suchte ich nach einer Alternative und wurde in einer Facebook Gruppe fündig.

Sanumvitalis Ultraschall-Inhalator E5 966 (http://amzn.to/2DYk3uT):
– Füllmenge für das Kochsalz 30 ml
– Teilchengröße 0,5 – 6,0 µm
– Vernebelungsleistung 1-5 ml/min
– Stromanschluss
– Kosten zum Kaufzeitpunkt 69,99€

Wieder musste mein Mann den Inhalator mit einem lebensmittelechten Eimer (Plantagines +c) verbinden. Dieses Mal benötigten wir aber zusätzlich noch einen Schlauch zur Verbindung zwischen den Inhalator und dem Eimer dafür kauften wir beim örtlichen Schlauch und Gummi Händler einen lebensmittelechten Silikonschlauch der sehr flexibel ist Kostenpunkt 14,95€. Mittlerweile bleibt das Hü auch sehr brav beim Inhalieren stehen und wenn wirklich mal was sein sollte trennt sich die Verbindung von Schlauch zum Eimer sehr leicht und der Inhalator nimmt keinen Schaden. Den Inhalator habe ich an einer Eurobox befestigt dass er stabil steht und gut belüftet wird. Zusätzlich passt in diese Box gleich das ganz Inhalierzubehör.
Ich kann das Hü auch kurzeiteig unbeaufsichtigt stehen lassen. Wir inhalieren ca. 20 ml auf 15 Minuten in dieser Zeit putz und sattel ich Carossa.
Ich durfte dann noch von meiner besten Freundin den Flexineb probieren.

Flexineb von Nortev (http://www.nortev.com/ge/):
– Füllmenge 10ml Erweiterung bis 30 ml möglich
– Teilchengröße <5µm
– Vernebelungsleistung ca. 1 ml/min
– Akkubetrieb
– Kosten ca. 800,-€

Was sofort sehr positiv ins Auge sticht ist die Maske die sich perfekt um die Pferdenase schließt und man nicht mit einem Handtuch improvisieren muss. Auch die weichere Form stelle ich mir sehr angenehm vor. Die Reinigung ist total einfach aber dadurch dass Akku und Vernebelereinheit direkt am Pferdekopf angebracht sind hat das Gerät schon einiges an Gewicht. Auch hält die Vernebelereinheit laut Hersteller nur maximal 150 Anwendungen und muss dann für 70,-€ ersetzt werden.
Seltsamerweise hatte ich beim Inhalieren mit diesem Gerät die meisten Probleme, Carossa reagiert zwischendrin total panisch und versucht sich loszureißen. Ich vermute dass das am Gewicht liegt. Kann es aber nicht mit Sicherheit sagen. Auch lässt man sein Pferd mit 800,-€ am Kopf ungern unbeaufsichtigt stehen und somit ist es natürlich zusätzliche Zeit die ich einplanen musste. Damit Spazieren gehen konnte ich gar nicht da wurde sie richtig panisch habe ich dann auch nur einmal probiert und dann wieder sein lassen.

Abschließend möchte ich sagen dass ich mit dem Sanumvitalis sehr zufrieden bin und jeden mit einem hustenden Pferd empfehlen kann. Natürlich bin ich kein Tierarzt oder anderer Experte auf diesem Gebiet und habe nur meine persönliche Erfahrung geteilt.

Hier noch ein Video wo man den Inhalator in Action sieht.  YouTube Video

Mittlerweile habe ich den Inhalator seit 2 Jahren immer wieder phasenweise im Gebrauch und bin immer noch total zufrieden.

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